G O O D nighT

Die Auswirkungen der Globalisierung drängen zum Handeln.
Der Regenwald gehört gerettet, das Waisenhaus großzügig unterstützt, die verschleppten und zur Prostitution gezwungenen Frauen befreit …

Und dabei soll natürlich auch für einen selbst etwas herausspringen, irgendeine Form von Anerkennung und Aufmerksamkeit, die sich letztendlich rechnet, nach dem Motto „Tue Gutes und rede davon“.

Es ist die Nacht vor der Ehrung der „Guten“.
Die Rezeptionistin, eine Arbeitsmigrantin aus dem Osten Deutschlands, ist mit eifriger Diskretion bei der Sache. Bei ihr suchen die Gäste nachts Zuflucht. Sie weiß, was die Menschen in ihrer nächtlichen Einsamkeit bedrängt.
In der Lounge des Hotels versammeln sich alle, die nicht schlafen wollen oder können. Gemeinsam ist ihnen das Eintreten für die „gute Sache“, wobei manchen dafür fast jedes Mittel recht ist, denn auf der Seite der Guten zu stehen ist eine heiße Ware. So stellt sich im Laufe der Nacht heraus, dass „ Gutes tun“ eine ziemlich relative Sache ist. Die Hotellounge mutiert zur Arena, wo die Gäste, einmal aufeinander losgelassen, sich gegenseitig nichts schenken.

„G O O D nighT“, ein Stück über den Drang, Gutes zu tun und über die irrige Ansicht, dass die „gute Sache“ alle Mittel heiligt.

5 D / 2 H