Ein Stück Himmel

Ein Stück über Tabuisierung und Verschweigen. Das Familiengeheimnis und seine fatalen Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Familienmitglieder.

Paul, seine Frau Marina, ihre Tochter Vivian und Bettina, Pauls Schwester, erwarten die Mutter zum gemeinsamen Essen. Die Mutter kommt. Familienidylle ist angesagt bis die Mutter mit einer Überraschung aufwartet. Erstaunen und Befremden in der Familie. Paul und Bettina pathologisieren Mutters Verhalten, mimen Verständnis, wollen sie vor dieser Alterstorheit bewahren. Die Mutter lässt sich nicht beirren, fordert ihr neues Leben ein und lüftet Stück für Stück das Geheimnis der Vergangenheit.

Der totgeglaubte Vater drängt ins Spiel.
Für Bettina existiert der Vater nicht. Sie weigert sich ihn zu sehen, hat kein Interesse am Tauschhandel „Vater für Mutter“. Was sollte sie mit diesem alten, fremden Mann?
Pauls Abwehr ist schwächer. Er wittert die intakte Familie.
Der tote Vater muss zum Leben erweckt werden.

Die Mutter lässt die Eiterblase des Verschweigens platzen. Die Vergangenheit wird zurechtgerückt. Das Bild der Mutter fällt zusammen. Das „Opfer“ entpuppt sich als „Täterin“, die das Wohlergehen und die Sorge um ihre Kinder vorschob, um ihr Handeln zu legitimieren.

Die Dreieinigkeit zerbricht.
Bettina und Paul fühlen sich betrogen.
Die Mutter geht.
Es läutet.
Kommt der Vater?
Das neue Leben kann beginnen.

4 D / 1 H